Doctors UnchainedFree to care

Eine Bewegung der Schweizer Ärzteschaft

Frei zu
behandeln.

Von Ärztinnen und Ärzten, für Ärztinnen und Ärzte — im Sinne unserer Patientinnen und Patienten. Der neue Tarif deckelt die ärztliche Arbeit, und ein Deckel auf der Arbeit ist ein Deckel auf der Behandlung: Ist die Obergrenze erreicht, droht der Behandlungsstopp.

Free to care. Wir stehen für unsere Patienten ein, indem wir für unseren Beruf einstehen.
Worum es geht

Ein Deckel auf den Tarifen ist ein Deckel auf der Versorgung.

01

Der Deckel

Der TARDOC begrenzt die ärztliche Leistung auf einen Monatsdurchschnitt von höchstens 1'577 Taxpunkten pro Tag — ist die Grenze erreicht, lässt sich erbrachte Arbeit nicht mehr abrechnen, und den Patienten droht der Behandlungsstopp. Dazu drückt die Kostenneutralität die Tarife nach unten, unabhängig vom realen Bedarf.

02

Die Entmündigung

Eine Bürokratie, die uns die Zeit stiehlt, die den Patienten gehört. Versicherer, die sich in therapeutische Entscheide einmischen. Und eine Öffentlichkeit, in der wir als Abzocker dargestellt werden, während wir bis spät am Abend für unsere Patienten arbeiten.

03

Die fehlende Vertretung

Zu oft wirken unsere eigenen Verbände wie eine verlängerte Verwaltung der Behörden statt wie die Stimme der Ärzteschaft. Das ist nicht das, wofür wir sie gegründet haben.

Unsere Forderungen

Acht Forderungen. Eine Haltung: Die Medizin gehört in die Hände derer, die sie erbringen.

Versorgung und Tarif
  1. Keine Obergrenze für die ärztliche Leistung zentral

    Die Begrenzung der ärztlichen Leistung (AL) auf einen Monatsdurchschnitt von 1'577 Taxpunkten pro Tag ist untauglich und nicht akzeptabel. Sie muss gewissenhaft überdacht werden. Sie deckelt die Menge an Medizin, die wir für unsere Patienten leisten dürfen — und führt in den Behandlungsstopp. Wir lehnen jede Budgetierung ärztlicher Arbeit ab; die AL-Obergrenze ist ihr Einstieg.

  2. Kein Deckel auf der Versorgung

    Keine automatische Absenkung bei dokumentierter Unterdeckung. Demografie und Morbidität zählen, nicht ein eingefrorenes Basisjahr.

  3. Ein Tarif, der uns arbeiten lässt

    Über eine Behandlung entscheidet die medizinische Qualität, nicht der Kostendeckel.

Zeit und Würde
  1. Weniger Bürokratie, mehr Zeit für Patienten

    Und attraktive Arbeitsbedingungen, die den Beruf für die nächste Generation offen halten.

  2. Schluss mit dem Ärztebashing

    Eine faire, sachliche Debatte statt des Vorwurfs der Geldgier. Dies setzt Sachkenntnis voraus, welche wir von Meinungsmachern erwarten.

  3. Schutz der therapeutischen Entscheidung

    Die Behandlung gehört zwischen Ärztin und Patient — nicht unter den Vorbehalt eines Versicherers. Gegen die ausufernde, sinnentleerte Bürokratie der Kostenträger.

Selbstbestimmung
  1. Zusammenarbeit über alle Verbände und Fachgrenzen hinweg

    Hausärztinnen und Hausärzte, Fach- und Praxisärzte, Angestellte und Selbständige, ambulante Zentren und das medizinische Personal — wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen.

  2. Unsere Verbände gehören der Basis

    Unsere Verbände sind da, um die Basis zu vertreten — nicht, um als verlängerter Arm der Bürokratie zu wirken. Unannehmbare neue Regelungen wie die Begrenzung der AL oder untaugliche Pauschalen gehören abgelehnt. Diese Kröten sollen nicht geschluckt werden, ohne dass die Verbandsführung um die Konsequenzen an der Basis weiss. Deshalb verlangen wir Transparenz über den Entscheidungsprozess zur AL-Obergrenze und die echte Einbindung der Mitglieder. Und wir sagen es in aller Verbundenheit, aber deutlich: Wer die Basis nicht vertritt, soll den Weg frei machen und sein Amt über die demokratischen Wege des Verbandes an Personen übergeben, welche die Ärzteschaft wirksam vertreten.

Unser Selbstverständnis — und unsere Grenze

Wir sind die Medizin. Ohne uns geht es nicht. Wir lassen uns von Behörden, Kostenträgern und einer verselbständigten Verwaltung nicht dauerhaft bevormunden.

Die Verantwortung für die Folgen dieser Politik tragen jene, die sie beschliessen — nicht die Patientinnen und Patienten. Wir sorgen dafür, dass Entscheidungsträger in Parlament, Behörden und Verbänden öffentlich zu ihrer Verantwortung stehen müssen.

Und wenn Entmündigung zur Regel wird, sagen wir es klar: Jede Ärztin und jeder Arzt hat in der Schweiz das Recht, ausserhalb der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu arbeiten. Die Patientinnen und Patienten werden dabei unverändert behandelt — die Versorgung bleibt, sie wechselt nur den Rahmen. Ob jemand diesen Schritt geht, entscheidet er in eigener Verantwortung. Als Bewegung stärken wir dieses Recht und klären darüber auf; unsere gemeinsame Kraft ist die politische Stimme, nicht die abgestimmte Verweigerung.

Wir handeln rechtsstaatlich, transparent und patientenorientiert, unter Wahrung unserer Versorgungspflichten. Wir kämpfen mit den Mitteln des Rechtsstaats: Öffentlichkeit, Fakten, politische Vorstösse, Anträge in unseren Gremien, der Rechtsweg. Unter Klarnamen. Für unsere Patientinnen und Patienten.

Die Medizin bemisst sich am Menschen, nicht an einem Kostendeckel. Wir wollen frei bleiben, zu versorgen.

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Information & Argumentarium

Die AL-Höchstgrenze im TARDOC — fundiert auseinandergenommen.

Wie die Höchstgrenze von durchschnittlich 1'577 Taxpunkten pro Tag konstruiert ist, wen sie trifft und warum sie ihr Ziel verfehlt — mit gesundheitspolitischer und juristischer Bewertung, Alternativen und Quellen. Die sachliche Grundlage unserer Bewegung.

Free to care.

Die Bewegung organisiert sich im Forum. Dort tauschst du dich mit Kolleginnen und Kollegen aus, bringst deine Aktion ein und hältst mit — in deinem Kanton und schweizweit.

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forum.doctorsunchained.ch